20.08.2008
So viel teurer wird die Krankenversicherung

Je nach Konstellation kann es für Versicherte 2009 im zweistelligen Prozentbereich teurer werden. Dies zeigt der neue Rechner des VersicherungsJournals, der zum kostenfreien Download angeboten wird.
2009 könnte einen Kostenschub in der Sozialversicherung bringen. So wird etwa für die Rentenversicherung eine Anhebung der Beitragsbemessungs-

Grenzen um rund zwei Prozent vorgeschlagen.


Senkung reicht nicht

Eine ähnliche Erhöhung könnte der Kranken- und Pflegeversicherung bevorstehen. Wahrscheinlich wird im Herbst im Paket eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 3,0 Prozent beschlossen.

Das wird aber nicht ansatzweise reichen, um die Mehrbelastungen in der Krankenversicherung zu kompensieren. Mit Einführung des Gesundheitsfonds wird eine Vereinheitlichung des Beitragssatzes kommen – aller Voraussicht nach nahe dem höchsten gemeinsamen Nenner.

Anhebungen um bis zu zwei Prozentpunkte

Selbst wenn der Beitragssatz nicht die wiederholt genannten 15,5 bis 15,6 Prozent Beitragssatz inklusive dem vom Arbeitnehmer allein zu tragenden Anteil von 0,9 Prozent erreichen sollte, wird es mindestens für die Versicherten vieler günstiger Kassen einen teuren Einstieg in das Einheitsbeitrags-System geben.

Denn derzeit kommen manche Versicherte bei Kassen wie der BIG mit Beitragssätzen von unter 13 Prozent davon. Zuzüglich 0,9 Prozent liegt die genannte Kasse rund zwei Prozentpunkte unter dem mutmaßlichen künftigen Einheitsbeitragssatz.

Besondere Belastung für Höherverdienende

Besonders treffen wird es Personen mit einem Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungs-Grenze, bei denen sich der Effekt aus höherem Beitragssatz und höherer Bemessungsgrenze addiert. Bei teilweise zweistelligen Erhöhungssätzen könnte ein Wechsel in die private Krankenversicherung unter finanziellen Aspekten noch interessanter werden.

Dazu können Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben, wobei diese auf ein Prozent des Einkommens oder aber acht Euro im Monat zu limitieren sind. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich diese acht Euro etablieren werden.

Die Gesamtauswirkungen auf den Arbeitnehmerbeitrag können mit einem Excel-Rechner simuliert werden, den das VersicherungsJournal für die rein private Nutzung kostenfrei unter diesem Link zur Verfügung stellt.